Auftraggeber:in

Sprinkenhof GmbH; Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH


Zeitraum

2023 - 2025


Projektstandort

Kulturfabrik Kampnagel, Jarrestraße,
Hamburg-Nord

Auswahl Kooperationspartner

SAL - Schöne Aussicht Landschafts-architekten; Lacaton & Vasalle Architekten

Mobilitätskonzept
für die Kulturfabrik
KAMPNAGEL



Umfang

200.000 Besucher:innen jährlich



Links


» Ziel war ein unsichtbares und selbsterklärendes Mobilitätskonzept zu entwickeln – das zum Kunstzentrum und dessen Zukunft passt.«

Projektbeschreibung

Die Kulturfabrik Kampnagel ist auf der Fläche einer ehemaligen Fabrik entstanden – und heute die größte freie Spiel- und Produktionsstätte Deutschlands – ein multifunktionaler Bühnenkomplex auf einem ehemaligen Werksgelände in Hamburg-Winterhude mit rund 200.000 Besucher:innen jährlich.

Ab 2026 wird der denkmalgeschützte Industriestandort umfassend saniert und erweitert – nach Entwürfen von Lacaton & Vassal. Die Nutzflächen wachsen um bis zu 50 Prozent, der Spielbetrieb läuft während der gesamten Bauzeit weiter. Die zentrale Frage: Wie organisiert man Mobilität und Logistik für einen Kulturort mit höchst unterschiedlichen Formaten – von der Tanz-Performance über Sommer-Festivals im Freiraum bis zu nationalen Live-Musik-Events – im engen Stadtraum von Winterhude?

Der bestehende Freiraum auf dem Areal unterliegt zahlreichen, teils konkurrierenden Anforderungen: von Flächen für unterschiedlichec Veranstaltungsformate im Außenraum, über Erwartungen von Besucher:innen bis zu den Belangen der Logistik.

Unser Beitrag

Eine “Verbindung der programmatischen Innovationskraft mit visionärer Architektur zum Kunstzentrum der Zukunft” – dieses Zielbild soll auch auf die Mobilität und Logistik übersetzt werden. Das Studio 1komma2 hat in Kooperation mit dem Büro SAL ein Konzept für die Mobilität und den Freiraum entwickelt sowie das Team um Lacaton & Vassal bei der Optimierung der Mobilitätsbelange des Umbau beraten.

Das Studio 1komma2 hat das Besucher:innen-Verhalten analysiert und daraus ein differenziertes Raumprogramm für Mobilität und Logistik hergeleitet. Modal Split, Anreisewege und Zielgruppenprofile – Künstler:innen, Mitarbeiter:innen, Veranstaltungs-Teams, Besucher:innen – wurden erhoben und in ein integriertes Konzept überführt.

Das Studio 1komma2 hat Szenarien zur Stellplatzreduktion entwickelt, eine Stellplatzbilanzierung erstellt und die Verkehrserzeugung berechnet. Fahrgeometrische Prüfungen und Logistikkonzeptionen sichern die Funktionalität des Geländes während und nach der Sanierung – unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Veranstaltungsformate und ihrer jeweiligen Anforderungen.

Das Studio 1komma2 hat einen adaptiven Maßnahmenkatalog für die Mobilität aller Zielgruppen erarbeitet. Das Konzept ist formatabhängig skalierbar und verbindet die Minimierung negativer Verkehrseffekte mit der Sicherstellung der Erreichbarkeit – kooperativ entwickelt und mit den zuständigen Dienststellen abgestimmt.


Methoden

Analyse und Erhebung des Besucher:innen-Verhaltens; Raumprogramm Mobilität und Logistik; Stellplatzbilanzierung und Szenarien Stellplatzreduktion; Berechnung Verkehrserzeugung; Fahrgeometrische Prüfungen und Logistikkonzeption; Entwicklung adaptiver Maßnahmenpakete für Besucher:innen und Mitarbeiter:innen; Beratung Freiraum; Abstimmung mit Dienststellen.